Projektstudie Nachhaltige Variante (NVA)

Am 7. Mai 2009 erhielt der Gemeinderat durch eine vom Stadtrat überwiesene dringliche interfraktionelle Motion den Auftrag, eine dritte Variante auszuarbeiten. 

Die «Nachhaltige Variante» (NVA) schlug lokale Schutzmassnahmen an den einzelnen Gebäuden vor. Stehendes Wasser im Quartier sowie überflutete Keller und Erdgeschosse sollten als akzeptiertes Risiko in Kauf genommen werden. Der Motionstext verlangte ein «Abweichen vom absoluten Schutz der Matte gegen das Hochwasser». 

Die «Nachhaltige Variante» warf rechtliche Fragen in Bezug auf Haftung, Schadenersatz, Versicherungsschutz, Nutzungsplanung und Finanzierung auf. Zudem lag der Motion eine Einschätzung der Gefahrensituation zugrunde, die den geltenden Richtlinien nicht entsprach. Auf  Antrag des Gemeinderats beschloss der Stadtrat, zunächst eine Projektstudie zu erarbeiten. Den dafür benötigten Kredit bewilligte das Parlament am 4. Februar 2010. In der Folge wurde von April 2010 bis Mai 2011 die Projektstudie «Nachhaltige Variante» durchgeführt. Untersucht wurden insbesondere folgende Themenbereiche: Beurteilung der Gefahrensituation, verbleibende Risiken, die akzeptiert werden müssen, exemplarische Schätzung der Investitionskosten und rechtliche Aspekte.

Aufgrund der Ergebnisse der Projektstudie verzichtete der Stadtrat am 15. März 2012 auf die weitere Bearbeitung der «Nachhaltigen Variante» in Form eines Vorprojekts.