Langfristiger Hochwasserschutz Aare Bern

Seit dem Hochwasser 1999 ist die Planung des langfristigen Hochwasserschutzes in Arbeit. Dieser soll die Abflusskapazität der Aare erhöhen und das Problem des durchlässigen Aarebetts (Schotter) lösen.

Zehn Varianten wurden in einer ersten Runde geprüft, fünf mittels Nutzwertanalyse detailliert bewertet. Die beiden am besten bewerteten Varianten – die Variante «Objektschutz Quartiere an der Aare», und die Variante «Stollen Dalmazi-Seftau» - wurden zum Vorprojekt ausgearbeitet. Nach einem partizipativen Planungsprozess entschied der Gemeinderat Mitte Februar 2009, dem Stadtrat die Erarbeitung eines Wasserbauplans in der Variante «Objektschutz Quartiere an der Aare» zu beantragen. 

Im Mai 2009 wurde indessen die Dringliche Interfraktionelle Motion «Hochwasserschutz in der Stadt Bern: Nachhaltige Variante» vom Stadtrat als erheblich erklärt. Mit dieser Motion wurde der Gemeinderat beauftragt, eine dritte Variante ausarbeiten und auf den Projektstand der bisherigen Varianten bringen zu lassen.

Die Motion warf zahlreiche neue Fragen auf zumal sie ausdrücklich ein «Abweichen vom absoluten Schutz der Matte gegen das Hochwasser» verlangt. Insbesondere basiert die Motion auf einer Gefahreneinschätzung, die stark von den bisher geltenden von Bund und Kanton anerkannten Richtlinien abweicht. Im Februar 2010 beschloss der Stadtrat auf Antrag des Gemeinderats, die offenen Fragen zuerst in einer Projektstudie zu klären. In der Folge wurde von April 2010 bis Mai 2011 die Projektstudie «Nachhaltige Variante» durchgeführt.

Aufgrund der Ergebnisse der Projektstudie beschloss der Gemeinderat am 18.01.2012, dem Stadtrat zu beantragen, auf die weitere Bearbeitung der «Nachhaltigen Variante» in Form eines Vorprojekts zu verzichten. Stattdessen soll ein Wasserbauplan (Bauprojekt) «Gebietsschutz Quartiere an der Aare» erarbeitet werden.