Kiesentnahmen
Die Stadt Bern kontrolliert und bewirtschaftet an verschiedenen Stellen die Kiesmenge in der Aare. Kiesentnahmen gab es bisher in der Felsenau, unterhalb der Untertorbrücke und im Schwellenmätteli.
Direkt hinter der Schwelle lagert die Aare kontinuierlich Geschiebe ab. Die Kiesbänke gehören zum Flussbild. Weil aber das Geschiebe die Kapazität des Flussbetts an der engsten Stelle vor dem Mattequartier verringern kann und damit im Fall von Hochwasser ein Problem darstellt, wird die Menge kontrolliert.
Nach dem Hochwasser im Mai 1999 wurde das Aare-Becken im Schwellenmätteli mittels Querprofilen vermessen. Seither überprüft das Tiefbauamt der Stadt Bern die Kiesablagerung jeweils Ende Jahr und bestimmt die liegengebliebene Kiesmenge.
Gemäss den Vorschriften des Kantons darf im Schwellenmätteli jeweils so viel Kies ausbaggert werden, bis ein Speichervolumen von 50'000 Kubikmeter Kies besteht. Der jährliche Geschiebeeintrag im Schwellenmätteli beläuft sich je nach Wasserabflussmenge auf 6'000 bis 19'000 Kubikmeter.
