Gefahrenkarte Stadt Bern

Die Hochwasserereignisse der Jahre 1999 und 2005 haben gezeigt, welche schwerwiegenden Folgen Naturgefahren haben können. Um Sach- und Personenschäden durch Naturereignisse künftig vermeiden zu können, verlangt der Bund schweizweit die Kartierung von Naturgefahren (Hochwasser, Erdrutsche, Lawinen und Steinschlag). Verantwortlich für die Erarbeitung dieser Gefahrenkarten sind die Gemeinden.

Die Gefahrenkarten scheiden potentielle Überflutungsgebiete aus. Rote Gebiete sind erheblich gefährdet. Im blauen Bereich ist mit einer mittleren Gefährdung zu rechnen und in den gelben Zonen wird das Gefährdungspotential als gering eingestuft.

Die Gefahrenkarte für die Stadt Bern kann übers Internet jederzeit eingesehen werden. Um diese auch grundeigentümerverbindlich festzusetzen, muss sie in die Bauordnung der Stadt Bern integriert werden. Dafür ist eine Volksabstimmung mit vorgängiger öffentlicher Auflage nötig.

Gleichzeitig mit dem Wasserbauplan „Gebietsschutz Quartiere an der Aare“ wird die „Gefahrenkarte nach Massnahmen“ erarbeitet. Diese zeigt das Gefahrenpotenzial nach Realisierung der Hochwasserschutz-Massnahmen. Es ist nun vorgesehen, die beiden Gefahrenkarten (vor und nach Massnahmen) zusammen mit den langfristigen Hochwasserschutzmassnahmen öffentlich aufzulegen. Ebenfalls sollen die Volksabstimmungen über die revidierte Bauordnung und über den Hochwasserschutz-Baukredit gleichzeitig stattfinden.

Meilensteine

02.09.2008 Gefahrenkarte für den Aareraum: Anerkennung der Gefahrenkarte durch den Kanton
05.12.2007 Der Gemeinderat genehmigt den Kredit für die Erarbeitung einer Gefahrenkarte Stadt Bern (exkl. Aareraum)