Kiesentnahmen

Bis Ende 2014 kontrollierte und bewirtschaftete die Stadt Bern an verschiedenen Stellen die Kiesmenge in der Aare. Kiesentnahmen gab es in der Felsenau, unterhalb der Untertorbrücke und im Schwellenmätteli.

Seit dem 1. Januar 2015 ist der Kanton Bern für Unterhalts- und Pflegemassnahmen entlang der Aare zuständig. Eine dieser Massnahmen ist die Kiesentnahme im Schwellenmätteli. Das Tiefbauamt der Stadt Bern und der Kanton arbeiten dabei weiterhin eng zusammen.

Direkt hinter der Schwelle lagert die Aare kontinuierlich Geschiebe ab. Die Kiesbänke gehören zum Flussbild. Weil aber das Geschiebe die Kapazität des Flussbetts an der engsten Stelle vor dem Mattequartier verringern kann und damit im Fall von Hochwasser ein Problem darstellt, wird die Menge kontrolliert.

Nach dem Hochwasser im Mai 1999 wurde das Aare-Becken im Schwellenmätteli mittels Querprofilen vermessen. Seither wird jeweils Ende Jahr die Kiesablagerung überprüft und die liegengebliebene Kiesmenge bestimmt.

Gemäss den Vorschriften des Kantons darf im Schwellenmätteli jeweils so viel Kies ausgebaggert werden, bis ein Speichervolumen von 50'000 Kubikmetern Kies besteht. Der jährliche Geschiebeeintrag im Schwellenmätteli beläuft sich je nach Wasserabflussmenge auf 6'000 bis 19'000 Kubikmeter.